Am 22.November hat die Frankenmeute ihre Jagdsaison 2025 abgeschlossen. Traditionell wurde die Abschlussjagd im mittelfränkischen Barockstädtchen Ellingen gefeiert. Die Schlossanlage strahlte an diesem Samstag besonders eindrucksvoll, denn in der Nacht hatte Väterchen Frost Einzug gehalten und Franken mit seinen -10°C fest in den Griff genommen und klirrende Kälte überzog die fränkische Landschaft. Vorweg können wir sagen, dass diese wunderbare Jagdsaison ebenso phantastisch sein Ende fand, wie sie auch Anfang September in Trautskirchen begonnen hat.
Wie schon so oft an anderer Stelle haben die Hunting Familie die Jagdherrschaft für dieses wunderbare Event übernommen. Daniela und Michael Skarday, Sylvia, Nicki und Michael Girg mit dem kleinen Philipp unterstützten die Frankenmeute schon seit vielen Jahren und gehören auch zu den treuen Begleitern der Meute. An dieser Stelle möchten wir euch, liebe Hunting Family, von ganzem Herzen ein großes Vergelt`s Gott dafür aussprechen, dass ihr uns seit so vielen Jahren unterstützt, begleitet und einfach da seid. DANKE!
Die Abschlussjagd in Ellingen haben wir in den letzten Jahren schon bei unterschiedlichstem Wetter reiten dürfen. Bei Sonnenschein, bei Nebelsuppe, bei unfreundlichem Spätherbstwetter, nicht muh nicht mäh, auch schon bei Starkregen, wie im letzten Jahr, wo sich sogar die Bläser im Schlamm festgefahren haben und wir eine eher stille Jagd reiten durften. Immer war`s schön. Aber in diesem Jahr war es einzigartig! Der Nachtfrost hat die Landschaft in ein frostiges Mäntelchen gepackt und die Sonne kam pünktlich zum Abritt im Gutshof der Barocken Schossanlage auch noch heraus.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt haben sich verständlicherweise nicht allzu viele Jagdreiter auf den Weg gemacht, aber diejenigen, die da waren kamen bereits auf den ersten beiden Schleppen ins Schwärmen. Die Böden waren top zu bereiten, die ersten Sprünge galt es zu nehmen und wie solls anders sein, so war auch an diesem Samstag gutes Reiten Pflicht. Denn das Gelände zwischen Ellingen und dem Flüglinger Berg bei Weimersheim ist hervorragend für sportliches Jagdreiten geeignet. In der Ferne hoch über Weißenburg war das schneebedeckte Dach der Festung Wülzburg zu sehen. Einfach herrlich! Auch unsere Doris Frank-Schneider geriet ins Schwärmen. „Ihr habt mich an so wunderbare Stellen im Gelände positioniert. Ich glaub da müssten heute ein paar gute Bilder dabei sein!“ Wie ihr seht, sind eine Menge gute Bilder rausgekommen. Phantastisch!
Da, in der Ferne eine Herde von 20 Rehen. Schnell hatte sich Dr. Armin Kirchdorfer, an diesem Tag der Schleppenleger, eine alternative Schleppe ausgedacht, um das Wild nicht in seiner Winterruhe zu stören. Die Schleppjagd in Ellingen findet in Kirchdorfer`s Jugendzimmer statt, denn hier ist der Wahlunterfranke aufgewachsen und kennt quasi jeden Stein. So gelangten wir problemlos zur vierten Schleppe, wir möchten fast sagen, das Herzstück der diesjährigen Schleppjagd. Angelegt wurde am Waldrand bei Störzelbach, die Sonnenstrahlen schimmerten fächernd in der kalten Luft, dann ein Bergabsprung, hindurch durch einen kleinen Buchenhain und dann gings bergauf, bergab zwischen dem alten Laubwaldbestand auf der Südseite des Flüglinger Bergs im Galopp hinter den Hunden her. Master und Equipage, die diesen neuen Teil der Jagd noch nicht kannten, fragten sich permanent ob sie und die Hunden noch richtig waren. Sie waren es! Wow, was für ein Erlebnis. So macht Jagdreiten Spass!
Nach einem kurzen Stopp für Pferd, Reiter und auch unsere Bläsergruppen ging es dann wieder zurück Richtung Ellingen. Dabei waren, wie gewohnt die Bläsergruppen der Frankenmeute, wieder an den unterschiedlichsten Plätzen positioniert. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere Bläser der Les Trompes franconiennes, den B-Hornbläsern der Reiterlichen Jagdhornbläser Nürnberg e.V. und den Es-Hornbläsern der Parforcehorngruppe Grenzenlos und an Pia Hochbrückner, Waltraud Kirchdorfer und Alexander Nägele mit Ludwig Kirchdorfer, die unsere Musiker perfekt durch die eisige Landschaft geführt haben. Dabei sei angemerkt, dass sich unser Präsident für die Bläser immer besondere Standplätze überlegt und so gilt es für die Guides stets guter Orientierung zu sein und die Bläser erwartete nahezu eine kleine Marathonaufgabe um die insgesamt 14 Spielorte stets pünktlich zu erreichen.
Dank der Hilfe von Horst Johrendt, Franz Rettenmeier, Armin und Waltraud Kirchdorfer wurden wieder 13 Sprünge auf den sieben Schleppen aufgebaut. Ein herzliches Dankeschön an das Auf- und Abbauteam.
Nach 2,5 Stunden sportlichen Reitens gelangten alle wieder wohlbehalten im Gutshof der Ellinger Residenz an. Bevor nun unsere phantastischen Hunde das letzte Curée der Saison erhalten haben, bedankte sich Master Uwe Hochbrückner noch im Sattel sitzend bei seinen Hunden, seiner Equipage, allen Gästen und Jagdreitern für eine einzigartige Saison. „Unsere Hunden waren schon immer gut, aber in diesem Jahr war es anders. Wir als Equipage und ich als Master sage, dass ich in diesem Jahr die beste Meute hatte, die ich in den letzten 15 Jahren führen durfte.“ Sogleich wendete er sich an einen Jagdreiter im Jagdfeld, der mit der folgenden Ehrung überhaupt nicht gerechnet hatte und in diesem Moment emotional überwältigt war. Die Frankenmeute hat neben Benno Fischer und Rainer Herbst nun einen weiteren Ehrenpikör. Mehr als verdient wurde Andreas Hertkorn von Master Uwe Hochbrückner zum Ehrenpikör der Frankenmeute ernannt. Herzlichen Glückwunsch lieber Andreas, aber vor allem herzlichen Dank für alles, was du mit deinem großen Engagement für die Frankenmeute Jahr um Jahr bewirkst. Danke!
Die letzte Curée ist immer ein sehr bewegender Moment, denn hinter uns, unseren wunderbaren Pferden und unseren phänomenalen Hunden liegen ca. 350 km Jagdkilometer, mit den Trainingseinheiten weit über 500km gelaufene Strecke, viele 1000km gefahrene Strecke, viele wunderbare Begegnungen mit ebenso vielen wunderbaren Menschen, phantastischen Jagdhornbläsern, phantastischen Jagdevents und das alles ohne Verletzungen! Kann ein Jahr schöner Enden?
Wir als ihre und euere Schreiberlingen, bedanken uns an dieser Stelle von ganzem Herzen, dass sie uns wohlwollend und begeistert Folgen. Nun wünschen wir ihnen eine herrliche Adventszeit, Gesundheit, viel Freude und bleiben sie uns gewogen. Auf Wiedersehen!